Europäische Ermittlungsbehörden haben am Mittwoch eine konzertierte Großaktion gegen systematischen Umsatzsteuerbetrug im internationalen Handel mit Luxusautos durchgeführt. Im Zentrum der Ermittlungen steht ein sogenannter Karussellbetrug mit hochpreisigen Fahrzeugen, der grenzüberschreitend organisiert war. Nach Angaben der Behörden wird die geschätzte Gesamtschadenssumme auf über 100 Millionen Euro beziffert.
Ein signifikanter Teil dieses Betrugsgeflechts betraf Österreich, wo die Steuerfahndung im Rahmen der Operation aktiv wurde. Das Finanzministerium gab am Donnerstag bekannt, dass der finanzielle Schaden in Österreich auf mehr als zehn Millionen Euro geschätzt wird. Die Ermittlungen konzentrierten sich dabei insbesondere auf die westlichen Bundesländer.
Im Zuge der Maßnahmen wurden in Tirol und Vorarlberg insgesamt zwölf Hausdurchsuchungen durchgeführt, um Beweise für die illegalen Handelsstrukturen zu sichern. Die Operation führte in Österreich zu mehreren Festnahmen. Während eine Quelle von fünf Festnahmen spricht, wird in einem anderen Bericht die Zahl der in Österreich festgenommenen Personen mit drei angegeben.
Die groß angelegte Aktion verdeutlicht die Bemühungen der europäischen Behörden, komplexe Steuerhinterziehung im Luxussegment zu bekämpfen. Durch die Koordination mehrerer Länder konnten die Ermittler die Netzwerke hinter dem Handel mit diesen Fahrzeugen aufdecken. Die genauen Hintergründe der Festnahmen und weiteren rechtlichen Schritte werden derzeit geprüft.



