Nach einem vorübergehenden Stopp werden in Österreich nun wieder Quotenplätze für die Familienzusammenführung von anerkannten Flüchtlingen vergeben. Laut einem Begutachtungsentwurf zur Niederlassungsverordnung, der der APA vorliegt, soll der Prozess der Familiennachzug langsam wieder anlaufen. Die Maßnahmen betreffen die Vergabe von entsprechenden Aufenthaltstiteln für betroffene Personen.
Die vom Innenministerium vorgeschlagenen Zahlen für diese Titel werden jedoch als niedrig eingestuft. Sowohl für das laufende Jahr als auch für das kommende Jahr sind lediglich 314 entsprechende Aufenthaltstitel vorgesehen. Dieser Wert steht in einem starken Kontrast zu den Vorjahren, in denen 2024 noch mehr als 6.000 Personen auf dem Weg nach Österreich kamen.
Auf regionaler Ebene zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Verteilung der verfügbaren Plätze. In Salzburg sind beispielsweise lediglich 21 Plätze für die Familienzusammenführung vorgesehen. Diese geringen Kapazitäten spiegeln die aktuelle politische Lage in den Bundesländern wider.
Einem Bericht der APA zufolge sind die Zahlen insbesondere dort besonders niedrig, wo die FPÖ an den Landesregierungen beteiligt ist. Dies verdeutlicht die politische Dimension bei der Festlegung der Quoten für den Familiennachzug. Die Umsetzung der Verordnung bleibt somit ein zentrales Thema in der österreichischen Migrationspolitik.


