Die Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) strebt in Salzburg eine Verschärfung des Jugendgesetzes an, um den Konsum von Lachgas unter Jugendlichen zu unterbinden. Die Landeshauptfrau-Stellvertreterin und Jugendreferentin Marlene Svazek plant, kommende Woche einen entsprechenden Initiativantrag im Landtag einzubringen. Ziel ist es, sowohl den Konsum als auch das Anbieten des Gases an Personen unter 18 Jahren gesetzlich zu untersagen.
Lachgas, das unter anderem in Sodakapseln und Schlagsahne-Kapseln enthalten ist, wird zunehmend als Partydroge genutzt. Jugendliche inhalieren das Gas häufig über Luftballons, um einen kurzen Rausch mit Glücksgefühlen zu erzeugen. Was oberflächlich als harmloser Spaß erscheint, birgt jedoch ernsthafte gesundheitliche Risiken, insbesondere mögliche Schäden an den Nerven und dem Gehirn.
Marlene Svazek kritisiert die aktuelle Verfügbarkeit dieser Produkte für Minderjährige als unverantwortlich. Laut Svazek werde ein gefährliches Rauschmittel derzeit als harmloser Partyspaß vermarktet. Durch die geplante gesetzliche Änderung will die FPÖ diese Entwicklung stoppen und den Jugendschutz in der Region stärken.
Sollte der Initiativantrag angenommen werden, wäre Salzburg das erste Bundesland in Österreich, das ein solches Verbot für unter 18-Jährige einführt. Damit würde die Landesregierung eine Vorreiterrolle im Umgang mit der wachsenden Problematik des Lachgas-Missbrauchs unter Jugendlichen einnehmen.



